Orthopädischer Hufbeschlag

in Zusammenarbeit mit Ihrem Veterinär

Der orthopädische Beschlag kann mehr!

Er ist in der modernen Hufbearbeitung bzw. Hufkorrektur nicht mehr wegzudenken und kann für das Pferd eine Reihe von orthopädischen Funktionen erfüllen:
Wichtig ist es:

  • dem Pferd einen besseren Abrollpunkt zu ermöglichen, für mehr Bewegungsdynamik oder um krankhaft bedingtes Schmerzempfinden zu mindern,
  • dem Pferd eine Stoßdämpfung zu geben, um seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen oder um schonend auf Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskulatur zu wirken,
  • dem Pferd Unterstützung anzubieten, um anatomische Haltestrukturen zu entlasten.

Diese drei Punkte sind einige der Eigenschaften, die ein Beschlag im Sinne eines orthopädischen Beschlags bei Pferden mit Erkrankungen im Bewegungsapparat leisten kann. Die Effizienz eines orthopädischen Beschlags kann durch die Zusammenarbeit mit Tierarzt, Physiotherapeut, Osteopath oder anderen Experten am Pferd verbessert werden. Am besten lässt sich auf der Basis einer Diagnose auswählen, welche der drei Eigenschaften: Abrollpunkt, Stoßdämpfung und Unterstützung ein orthopädischer Beschlag erfüllen soll. Oft ist es gut, einen Beschlag auszuwählen, der mehrere dieser Punkte auf einmal abdecken kann.
Hierfür gibt es ein reichhaltiges Angebot unterschiedlicher Beschlagsmaterialien und -arten.

Akute Hufrehe

Beim Pferd, als sogenannter Zehengänger, wird das Körpergewicht je Huf über das Hufbein auf den Hornschuh übertragen. Das Hufbein ist im Hornschuh aufgehängt. Beides ist über wie Huflederhaut miteinander verbunden. Entzündet sich die Huflederhaut (Hufrehe), ist nicht nur der Hufmechanismus gestört, sondern das Pferd leidet auch unter großen Schmerzen.

Da bei akuter Hufrehe das Pferd unter sehr starken Schmerzen leidet und das Arbeiten mit Hufnägeln zu schmerzhaft ist , wurde ein Klebebeschlag angebracht. Zur Unterstützung des Abrollens und der Sehnen wurde hier die Variante Klebebeschlag mit modifizierten Full Motion Rollers gewählt.

Hufrehe und Hufgelenksentzündung

Die Hufrehe ist eine Entzündung der Huflederhaut . Hervorgerufen wird diese häufig durch starke Temperarturschwankungen, Futterumstellungen, starkes Übergewicht. Schwere Kaltblüter und Ponies sind sehr oft betroffen.

Der Huf wurde mit einem gerockten Stahlbeschlag versehen. Um die Wirkung zu verstärken, wurde eine Ledersohle hinzugefügt. Dadurch wird die Hufzehe entlastet, die Trachten erhöht und die tiefe Beugesehne entspannt. Die Strecksehne wird zudem gestrafft und der Abrollwiderstand sinkt.

Hufbeindruchbruch

Bei einem Hufbeindurchbruch stößt meist nur die Hufbeinspitze durch die zu dünne Sohle und ist von außen zu sehen. Das ist für das Pferd natürlich äußerst schmerzhaft. Pferde mit einem Hufbeindurchbruch liegen die Pferde meist auch nur noch.

Unterstützen kann man die Heilung des Durchbruches durch einen Beschlag nach Stewart clog, Es handelt sich hier um einen besonders schonenden Beschlag aus Holz mit darunterliegendem Kunststoffteil. Kein Aufnageln des Beschlages und somit erzeugt man  eine möglichst angenehme Behandlung für das erkrankte Pferd.

Hufrolle und Hufrollenentzündung

Eine Hufrollensyndrom bedeutet die Entzündung der Gelenke oder Schleimbeutel in der Hufkapsel, die Bestandteile der Hufrolle des Pferdes sind. Eine Hufrollenerkrankung entsteht häufig durch Verletzungen. Hervorgerufen werden kann dies durch einen Nageltritt, Vorerkrankungen wie Hufrehe oder eine Überbelastung des Pferdes. Bei Reitpferden handelt es sich hierbei um eine relativ häufige Lahmheitsursache, die fast immer an den Vorderbeinen auftritt.

Bei der Hufrollenentzündung gehen akute, entzündliche Schübe und chronisch degenerative Phasen immer wieder ineinander über. Die Hufrollenerkrankung erzeugt vor allem Schäden am Strahlbein und der tiefen Beugesehne. Helfen kann dem Pferd hier ein orthopädischer Beschlag mit einer Zehenrichtung, die dem Pferd schnelles bzw. schnelleres Abrollen ermöglicht, sowie das Höherstellen der Trachten mit Hilfe. Auf diese Art und Weise wird der Abrollwiderstand verringert und der Druck auf die Trachten umverteilt.

nach Hornsäulen-Operation

Die Ursache einer Hornsäule ist eine gestörte Wandhornbildung, die mit einer Huflederhautentzündung einher geht. Eine Huflederhautentzündung an sich kann beispielsweise durch eine Kronrandverletzung, einem Hornspalt, einem Hufgeschwür oder einer losen Hufwand entstehen.

Durch die Entzündung im Inneren des Hufes wird ein bestimmter Bereich stärker durchblutet. Diese Mehrdurchblutung führt im Anschluss zu einer verstärkten Hornbildung und es entsteht eine säulenförmige Verdickung an der Innenseite der Hornwand des Hufes – die Hornsäule.

Man unterscheidet zwei Arten von Hornsäulenbildungen:

  1. Bei einer kleinen Hornsäule reicht meistens ein Hufbeschlag aus, der den Bereich der Hornsäule entlastet. Die Hufwand über der Hornsäule wird dünn geraspelt. Wenn die Hornsäule Anschluss an den Kronrand hat, muss dieser durch Entfernung eines Stücks der Hufwand unterbrochen werden.
  2. Eine große Hornsäule übt dagegen sehr starken Druck auf die Huflederhaut und das darunterliegende Hufbein aus. Das Hufbein gibt dem Druck der Hornsäule nach und es bildet sich eine Rinne, die so genannte Usur. Ein Hufbein in diesem geschädigten Zustand kann schnell zu einem Bruch führen.

Umfangreiche Hornsäulen, die zu Lahmheit führen, werden unter Narkose operativ entfernt. Dazu wird das Wandhorn mit der Hornsäule komplett entfernt. Der Huf erhält einen besonderen Beschlag.

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